29. September 2006

Modules

Geschrieben von Alex in Lernen

Beim „School Enrolment“ habe ich heute meine Kurse gewählt und damit auch die langwierige und komplizierte Einschreibung an meiner Uni abgeschlossen. Die Immatrikulation in Cardiff ist eine Wissenschaft für sich. Weil die Uni-Mitarbeiter hier aber sehr geduldig sind und auf unvollständig oder falsch ausgefüllte Formulare nicht gleich mit Bestürzung reagieren, war das ganze zu ertragen.

Als Nicht-Erasmus-Student hatte ich einige Hürden zu überwinden. Ich konnte mich zwar online für das Auslandsstudium bewerben – allerdings nur als „normaler“ Student. Folglich war die Uni bis letzte Woche der Ansicht, dass ich bis 2009 ein Bachelorstudium absolviere. Das steht auch auf meinem Studentenausweis… (Weiterlesen…)

28. September 2006

Links-Drehend

Geschrieben von Alex in Land

Als Europäer fällt mir die Umstellung auf die britische Kultur alles andere als schwer. Schließlich ähneln sich Cardiff und die deutsche Heimat nicht nur beim Wetter. In der Innnenstadt finden sich diegleichen Kaufhaus- und Fastfood-Ketten, auf den Straßen sieht man die üblichen Automarken und auch der Baustil unterscheidet sich nicht dramatisch von dem deutschen.

Woran man sich hier allerdings schleunigst gewöhnen sollte, ist der Linksverkehr. Auch wenn man nur zu Fuß unterwegs ist, ist dieser kleine Unterschied in den ersten Tagen eine echte Herausforderung. Den Kopf vorm Überqueren einer Straße zuerst nach rechts zu drehen ist nämlich überlebenswichtig, da die britischen PKW-Fahrer nicht gerade verständnisvoll auf unaufmerksamene und unerfahrere Fußgängern reagieren. (Weiterlesen…)

26. September 2006

Club-Kultur

Geschrieben von Alex in Leben

Nachdem Steffi schon ihre Discoerfahrungen gebloggt hat, will ich auch mal meine Eindrücke zum britischen Nachtleben zum Besten geben. Gestern Abend war ich im Solus, dem Club im Gebäude der Student Union. Die Students Union ist eine Organisation, die sich für die Belange der Studis einsetzt, Partys organisiert und Sportkurse anbietet. Für den Eintritt zur „Fun Factory“ am Montagabend habe ich im Vorverkauf am Sonntag ₤3 bezahlt. Viele Leute hätten heute gern mehr auf den Tisch gelegt, denn die Tickets waren schon um 22 Uhr ausverkauft.

Entsprechend voll war es dann auch in der Disco. In der riesigen Halle lag der Altersschnitt um die 20. Kein Wunder, denn schließlich beginnen fast alle Briten ihr Studium mit 18 und schließen es bereits mit 21 ab. Der Wehr- oder Zivildienst ist hier nicht verpflichtend. Erstaunlich: Deutlich mehr Frauen als Männer waren in dem Club und tanzten zu Alternative Rock und Drum & Bass. Weil uns die Musik nicht so ganz gepasst hat, sind ein paar deutsche und eine griechische Studentin bald weiter in die Innenstadt gezogen. (Weiterlesen…)

25. September 2006

Modules

Geschrieben von Steffi in Lernen

Ich habe mich für meine ‚modules‘ entschieden. Ein ‚module‘ besteht aus einer wöchentlichen Vorlesung und einem Seminar, das alle 14 Tage stattfindet. Im folgenden also:

Constitutional Law & Civil Rights (Semester 1+2)

American Constitutional Law (1+2)

Law of Tort (1+2) 

Family Law (1+2) 

Intellectual Property Law (1)

Law of the European Union (2)

24. September 2006

Querbeet

Geschrieben von Steffi in Leben, Leute

Am Freitag waren wir auf einer Party eines Studentenclubs. Ich war mir ja bereits vor der Fete im Klaren darüber, dass britische Mädels wenig Klamotten anziehen, aber das übertraf alles. Einige trugen lediglich einen Bikini und einen ‚Gürtel‘ (=Rock).

Aber dafür habe ich viele Austauschstudenten kennengelernt, darunter Leute aus Uganda, Litauen, Polen, Frankreich, Spanien, Italien, Zypern und USA.

Die Musik war am Anfang annehmbar, aber nach einiger Zeit wurde dann Hard Rock aber auch so was wie ‚Hanson‘ (mmhbob) gespielt. Den Engländern scheint es gefallen zu haben.

Ich wurde an einer frauentypischen Stelle angegrapscht und mir wurde etwas in mein Getränk gemischt, sodass ich Herzrasen bekam und nachts kein Auge  zugemacht habe. Um zwei Uhr morgens ist hier jedoch Schluss mit feiern, denn da schließen die Clubs.

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22. September 2006

Vorurteile

Geschrieben von Alex in Land

So habe ich mir das vorgestellt: schon in den ersten Tagen meines Auslandsstudium muss ich tonnenweise Vorurteile über die Briten und andere Nationalitäten über Bord werfen. Auf der dreistündigen Busfahrt von London nach Cardiff (die Uni hatte mich und andere Internationals von Heathrow abgeholt) kam ich mit einem Iraner ins Gespräch. Ein sehr aufgeschlossener Mensch, der – zu meiner Überraschung – nichts von Religion hält! Und unsereins sieht tagtäglich in den Medien, dass der Mittlere Osten ausschließlich von Muslimen bevölkert wird.

Auch das Wetter in Cardiff hat mich erstaunt. Okay, am ersten Abend war es trist und grau. Doch gestern Vormittag – strahlender Sonnenschein und große Hitze. So kann es weitergehen!

Zuguterletzt noch etwas zur britischen Esskultur. Fast alle Verwandten und Freunde hatten mich gewarnt – doch das Abendessen gestern war alles andere als abstoßend. Ich wohne in einer part-catered residence und bekomme jeden Abend was Warmes. Angenehm, wenn man nicht so gerne selbst kocht. Gestern gab es jedenfalls Broccoli und Folienkartoffel. Also nichts, worüber man meckern könnte.

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London-Heathrow   Gordon Hall

19. September 2006

University for freshers

Geschrieben von Steffi in Lernen

Heute waren wir bei einer Einführungsveranstaltung für Erstsemster. Unter anderem musste ein Fragebogen ausgefüllt werden, in welchem z.B. stand: 1.Do you have difficulties to distinguish left from right? 2.Do you have difficulties reading out loud? 3.Do you twist numbers, e.g. 59 to 95? 4.Do you find yourself lost reading a city map? u.s.w. Ich musste alle Fragen mit ‚no‘ beantworten. Je nach Ergebnis werden Kurse angeboten, welche die persönlichen Fähigkeiten eines Studenten verbessen sollen. Das ist doch mal ein student support.

19. September 2006

trials for beginners

Geschrieben von Steffi in Lernen

Am Montag war ich bei Gericht, Magistrate’s Court (falls es einer der Rechtsspezis genau wissen will). Zunächst musste ich durch die Sicherheitskontrolle, etwa so wie am Flughafen. Der Fall war eigentlich einfach gestrickt: zwei 13-jährige Jungs hatten sich gestritten, der Onkel des einen kam hinzu, versuchte sie zu beruhigen, reagierte wohl etwas über und packte den anderen Jungen am Hals. Die Verhandlung eines solchen Falles würde in Deutschland maximal eine Stunde einnehmen. Zu Beginn der Verhandlung hat die Verteidigung den Antrag gestellt, nocheinmal mit dem Mandanten zu sprechen, weil er es vor der Verhandlung nicht geschafft hatte. Die ersten 15 Minuten gingen vorbei, ohne das etwas passierte. Dann sollte das Opfer befragt werden, jedoch in einem anderen Raum, zu dem einen live-Schaltung nötig war. Das hat dann endlich nach 25 Minuten funktioniert. Dann gab es weitere Pausen, weil einige Dokumente in der Akte fehlten und diese erst kopiert werden mussten. Dieser Fall dauerte insgesamt über drei Stunden. Unglaublich. Das hat mich entsetzt, dabei dachte ich, Verhandlungen in Deutschland nehmen eine ‚gewisse‘ Zeit in Anspruch. Die Richterin wird übrigens mit „Mum“ angesprochen. Eine Protokollantin gibt es nicht. Alle Anwesenden müssen per Hand mitschreiben. Deswegen gab zum Ende Unstimmigkeiten darüber, ob der Vorfall nun am 10. oder 11. Januar stattfand.

Mein Fazit: verbesserungsfähig

Flag of Wales
 
Flag of England
 
Flag of UK