Noch sechs Tage sind es, bis ich beim Berlin-Marathon an der Startlinie – oder besser: 20 Meter dahinter – stehen werde. Dann wird sich zeigen, ob sich die guten Trainingsleistungen auch in eine schnelle Marathonzeit umsetzen lassen.

Mein Körper jedenfalls ist optimal vorbereitet. Einzig eine unbedeutende Zerrung in der Hüfte machte mir am vergangenen Samstag etwas zu schaffen, weshalb ich vorsichtshalber nicht wie geplant zur Kreismeisterschaft über 5000 Meter angetreten bin – obwohl ich mich gerne mit meinen Trainingspartnern Lars und Peter gemessen hätte. Gestern war wieder alles in Ordnung, der letzte mittellange Lauf über 25 km lief sehr locker und war nach 1:36 Stunden zu Ende. Jetzt gilt es, an den letzten Tagen die richtige Mischung aus Be- und Entlastung zu finden, um nicht zu erholt auf die Marathonstrecke zu gehen. Ich werde mich an der letzten Woche vorm Rennsteig-Marathon orientieren.

Die Renntaktik habe ich mir schon vor vielen Wochen zurechtgelegt. Wenn ich einen guten Tag erwische, kann ich die 2:25-Stunden-Marke knacken. Anders als im letzten Jahr möchte ich diesmal aber möglichst lange in einer Gruppe laufen und nicht alleine meine Kräfte verpulvern. Weil die schnellste deutsche Frau im Feld, Sabrina Mockenhaupt, ebenfalls die 2:25 anvisiert, werde ich mich einfach an ihre Fersen heften. Damit brauche ich mir auch um Zwischenzeiten keine Sorgen zu machen, denn darauf werden „Mockis“ persönliche Tempomacher ein Auge haben. Die Stoppuhr kann ich deshalb wohl nach den ersten Kilometern ausschalten.

Die letzten Tage gelten nun der mentalen Vorbereitung, besonders auf mögliche Schwächephasen und andere Schwierigkeiten während des Laufs. Meine Familie wird an der Strecke für Anfeuerungsrufe und aufmunternde Sprüche sorgen.

Der Lauf wird auf n-tv übertragen, einen Livestream gibt es voraussichtlich auch auf der Internetseite von n-tv.

Kommentare

2 Kommentare zu “Countdown zum Berlin-Marathon”

  1. Jörg am 20. September 2010 um 20:32 Uhr

    Ich wünsche dir noch mal alles Gute udn drücke die Daumen,

    Jörg

  2. Marcel am 21. September 2010 um 10:39 Uhr

    Hey Alex,

    von mir auch viel Erfolg und lass dich mal im Fernsehen neben „Mocki“ sehen lassen^^
    Hau rein!

    Gruß Marcel

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