Die lange Funkstille auf meiner Seite hat einen Grund: meinen Berufseinstieg. Seit November arbeite ich als Redakteur bei einem der größten deutschen Unternehmen – in Stuttgart. Dort wohne ich jetzt auch, die Wochenenden verbringe ich allerdings weiterhin in Jena. Mein Training habe ich in den ersten Wochen umgestellt, um es mit meiner 40-Stunden-Woche in Einklang zu bringen. Ich laufe nun einmal täglich – und zwar vor der Arbeit, auf nüchternen Magen. Trainingsbeginn: 5:20 Uhr.

An die frühe Zeit habe ich mich erstaunlich schnell gewöhnt, schon bald lief ich jeden Morgen 15 Kilometer. Dabei war ich jeden Morgen im Dunkeln auf derselben Stadtrunde unterwegs, fast immer im selben Tempo von knapp 4 Minuten pro Kilometer. An den Wochenenden stand bis vor Kurzem ein langer Lauf auf dem Plan, den ich bis Mitte Januar auf 38 Kilometer ausdehnen konnte. Die Trainingsumfänge lagen seit Dezember konstant über 100 Kilometer pro Woche, Anfang Januar schon bei 120 Kilometer.

Obwohl ich nur lockere Läufe im Programm hatte, wurde die Form immer besser. Die Vorfreude auf die Saison wuchs vor allem nach dem soliden Ergebnis beim Silvesterlauf in Erfurt. Im Januar fand ich in dem Sommerbiathleten Michael Herr aus Suhl auch einen Trainingspartner, mit dem ich mich einmal pro Woche zu einer zweiten Laufeinheit am Abend traf.

Mittlerweile allerdings fällt meine Formkurve rapide ins Bodenlose. Knieschmerzen hindern mich seit fünf Wochen an vernünftigem Training. Über das monotone Training auf dem Stuttgarter Asphalt – jeden Morgen dieselbe Runde zur gleichen Zeit in denselben Schuhen und im selben Tempo – hat sich mein rechtes Knie mit einer Entzündung beschwert. Nach einem Arztbesuch habe ich zwar Entwarnung – die Strukturen sind heil – doch die Schmerzen halten sich hartnäckig. Mit Krafttraining und neuen Schuhen gehe ich zurzeit gegen das Problem vor.

Jetzt trainiere ich seit 10 Tagen ohne schmerzbedingte Zwangspause, schaffe mittlerweile 12 Kilometer am Stück. Ich hoffe, dass die Verletzung nun überwunden ist und ich zum Saisoneinstieg beim Mühltallauf in Eisenberg einigermaßen in Form komme. Mein Frühjahrshöhepunkt bleibt der Rennsteig-Marathon, wo ich als Vorjahressieger meinen Titel auch trotz der zurzeit schwierigen Vorbereitung nicht kampflos hergeben werde.

Kommentare

2 Kommentare zu “Monotone Morgenläufe in Stuttgart”

  1. Jörg am 20. Februar 2011 um 16:32 Uhr

    Wünsche dir alles Gute. Irgendwie klingt es ja leicht frustrierend. Aber wenn es erst mal früh hell ist…

    Grüße

    Jörg

  2. Jörn am 24. Februar 2011 um 23:14 Uhr

    wünsche dir gute Genesung, Titelverteidigung wird schon klappen, allerdings auch noch harte Arbeit erfordern!!!
    Was ist eigentlich mit Stadtlauf in Arnstadt?

    der Hessen-Harrier
    Jörn

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