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Alexander Fritsch | Marathonläufer

Zeit ist kostbar. Deswegen investierte ich freie Minuten lieber unter anderem in Training als in diese Seite. Doch langsam ist es Zeit für ein Update – es gibt Neuigkeiten:

Vereinswechsel
Seit zwölf Jahren starte ich für den ESV/LSV Lok Arnstadt – beim Erfurter Silvesterlauf zum letzten Mal. Ich werde ab 2014 für den Rennsteiglaufverein/LG Süd laufen. Diesen Entschluss habe ich schon vor Jahren gefasst, der Wechsel in die Altersklasse 30 ist nun der passende Anlass. Gerade der Rennsteiglauf hat mich all die Jahre immer wieder motiviert, auch bei härtesten Bedingungen die Laufschuhe zu schnüren, nie aufzugeben und immer wieder das Maximale aus meinem Körper herauszuholen. Jetzt will ich diesem Lauf etwas zurückgeben – auch wenn das vielleicht vorerst nur darin besteht, hier in Schwaben Läufer für den Rennsteig zu begeistern.

Wettkämpfe
Dieses Jahr bin ich mehrmals über mich hinausgewachsen. Der Rennsteiglauf lief fantastisch, bei meinem Trainingsstand war das Traumziel unter 1:20 zu bleiben. Ziel erreicht, Motivation getankt. Auch der Rennsteig-Staffellauf lief famos, vor allem jedoch: schmerzfrei! Beim Stuttgarter Firmenlauf zwang mich mein Jahre altes Muskelproblem zwischendurch zum Trabtempo. Ein Rückschlag. Die Berliner Citynacht fiel wegen Hitze aus. Das Saisonziel: 10 km unter 35 erreichte ich dann in Worbis. Der Schönbuchlauf über 25 km war ein Höhepunkt, mit einer Aufholjagd von Platz 18 bei km 2 auf Platz 6 im Ziel. Beim Kernberglauf wollte ich aufs Podest, doch die ersten 10 Kilometer lähmte mich mein linkes Bein. Danach rollte es, mehr als von 10 auf 5 war aber nicht mehr drin.

Beim Kernberglauf - traumhafter Blick auf Jena

Beim Kernberglauf – traumhafter Blick auf Jena


Beim Kernberglauf – traumhafter Blick auf Jena
Foto: A. Schütz, A. Meier, S. Scheibe, W. Sperling, P. Losso (kernberglauf.de) – Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0

Trainingsstand
Die Rückkehr zu solidem Training braucht mehr Zeit als erwartet. Im September habe ich erstmals wieder sechs Einheiten und 100 km/Woche geschafft, inklusive 1×30 km. Das will ich jetzt stabilisieren und bald die langen Einheiten ausbauen. Wegen meiner schon vier Jahre dauernden Muskelprobleme (Link) gehen nur lockere Dauerläufe, das Tempotraining habe ich nach Versuchen wieder eingestellt. Ich arbeite weiter daran, irgendwann völlig schmerzfrei zu sein.

Trainingsgruppe
Mit Christoph Hillebrand und Nico Elsässer habe ich endlich wieder starke Laufpartner gefunden, nachdem mein Freund Micha Stuttgart verlassen hat! Wir treffen uns zurzeit einmal die Woche.

Mentale Einstellung
Erfolg ist Kopfsache. Ob ich meine Bestleistungen jemals wieder erreiche, ist ungewiss. Deswegen habe ich entschieden: Ich tue so, als hätte meine Laufkarriere gerade erst begonnen. Vorteile: Kein Frust durch Vergleiche mit früher. Laufend Bestzeiten und Trainingsrekorde (erster 10 unter 35, erster 30er, erstmals 100 km/Woche). Das motiviert!

2014
Für den Rennsteig-Marathon bin ich schon gemeldet. Vorher laufe ich die DM Halbmarathon in Freiburg. Für den Herbst peile ich vorläufig die DM Marathon in München an.

Karriereende?

Erschienen in Training

Das glaubt ihr doch nicht ernsthaft, oder? Mit der Überschrift wollte ich nur eure Aufmerksamkeit fesseln – wie das Journalisten eben machen. Okay, ihr habt recht: Mein letztes ernsthaftes Rennen war im August 2011, mein letzter Blogbeitrag ist zwei Jahre alt. Da könnte man schon denken, ich hätte Laufschuhe und Pokale in den Keller verfrachtet. War ich nach zehn Jahren Leistungssport das harte Training leid? Keine Motivation mehr? Oder konnte ich Beruf, Hobby und Familie nicht mehr vereinbaren?

Alles Quatsch! Ich liebe meinen Sport. Ich muss laufen. Ich kann nicht anders. Es ist ein Teil von mir, seit 16 Jahren. Nicht einfach bloß ein Hobby, an dem man irgendwann das Interesse verliert. Das Laufen gehört zu mir so wie meine Heimat, meine Herkunft. Auch die kann man niemals ablegen. Aufhören? Unmöglich! Wenn ich nicht laufen kann, spüre ich eine tiefe Leere in mir. Kein Sport kann mir diese Glücksmomente geben. Ein innerer Drang treibt mich raus in den Wald, auf den Asphalt, an die Startlinie. Bei Regen, bei Hitze, bei Schnee. Ich muss laufen. Immer weiter. Immer schneller.

Nur warum war ich dann zwei Jahre untergetaucht? Ich will nicht lange jammern, der Zeitraum ist schnell zusammengefasst: Knieschmerzen, Muskelverhärtungen, Beckenschiefstand, Laufpause, Voltaren, Enzyme, Eisbeutel, Physiotherapie, Wiedereinstieg, Schmerzen. Jetzt habe ich den Kreislauf aber endlich durchbrochen: mit Gymnastik, Schwimmen, Krafttraining, Osteopathie, Triggerpunktmassagen, Stabilschuhen, Spezialeinlagen und Geduld – viel Geduld. Ich trainiere wieder fünfmal pro Woche. Erstes Ziel: der Rennsteig-Halbmarathon. Der Arnstädter Citylauf lief schon fast schmerzfrei (37:24), es geht bergauf. Die Form ist im Keller, aber ich liebe es. Fortschritte jede Woche! Ich bin wieder da. Endlich!

Mit einem Leuchten in den Augen...

Mit einem Leuchten in den Augen…


Startschuss – und ein Athlet mit einem Leuchten in den Augen…

Ich habe es tatsächlich geschafft: Gestern konnte ich zum zweiten Mal den Rennsteig-Marathon gewinnen! Es war ein unbeschreibliches Gefühl, in Schmiedefeld erneut als Sieger gefeiert zu werden. Damit habe ich mein großes Saisonziel erreicht – und bin jetzt überglücklich. Den Zieleinlauf konnte ich dieses Mal nicht so überschwänglich genießen wie im Vorjahr, weil die Schmerzen größer waren als die Euphorie. Ich war das Rennen von Kilometer 1 an alleine an der Spitze gelaufen und hatte auf den ersten Kilometern ein zu hohes Tempo angeschlagen. An der Halbmarathonmarke lag ich sogar noch auf Kurs zu einem neuen Streckenrekord, wie ich jetzt aus der Ergebnisliste erfahren habe. Dabei hatte ich so ein Höllentempo überhaupt nicht geplant. Das Rennen wurde auf der zweiten Hälfte richtig hart – auch wegen der großen Hitze. Die Beine wurden schwerer. Mein Vorsprung von knapp zwei Minuten blieb lediglich konstant, so dass ich mir meines Sieges nie sicher sein konnte. Dank der fantastischen Unterstützung an der Strecke durch meine Freundin Steffi, meine Mutter und meinen Bruder Stefan sowie die vielen Fans aus der Region konnte ich mich aber immer wieder motivieren und die vielen Tiefpunkte überwinden. Am letzten Anstieg in Schmiedefeld und auf der Zielrunde um den Sportplatz habe ich dann kaum noch etwas wahrgenommen, war wie in Trance. Mit 2:40:24 Stunden gelang mir trotz der qualvollen zweiten Hälfte noch eine passable Siegzeit, was aber völlig nebensächlich war. Als die Schmerzen nach einigen Minuten nachgelassen hatten, konnte ich mich dann auch über meinen zweiten Titel richtig freuen. Nun gönne ich meinen müden Muskeln und dem stark schmerzenden Knie eine längere Laufpause, bevor ich mit der Vorbereitung auf die nächste Titelverteidigung beginne.

Ich danke allen Freunden, Bekannten und Fans für die Unterstützung an der Strecke und die vielen Glückwunsche und Gratulationen. Ein besonderer Dank geht auch an den Radfahrer, der mich auf der zweiten Streckenhälfte ständig über meinen Vorsprung informiert hat.

Bei den Thüringer Halbmarathon-Meisterschaften am vergangenen Sonntag in Apolda habe ich zum fünften Mal nach 2004, 2006, 2007 und 2008 die Goldmedaille gewonnen. Mit 1:11:21 Stunden kam ich bei frühsommerlicher Wärme dabei nicht ganz an meinen eigenen Streckenrekord von 1:10:14 aus 2008 heran. In Michael Müller aus Sondershausen hatte ich einen starken Gegner, von dem ich mich erst mit einer Tempoverschärfung nach 15 Kilometern allmählich absetzen konnte.

Über meinen Sieg konnte und wollte ich im Ziel allerdings nicht jubeln. Den Titel widme ich meinem Freund, Trainingspartner und Vereinskameraden Peter Seifert. Peter war nach seinem Deutschen Rekord über 50 Kilometer ins Trainingslager nach Lanzarote gereist. Dort ist er bei einer Trainingseinheit schwer verunglückt und liegt seitdem im Krankenhaus. Am Montag konnte ich ihn zum ersten Mal besuchen. Dabei habe ich ihm meine Goldmedaille geschenkt. Ich hoffe sie bringt ihm Glück bei dem Marathon, der ihm jetzt bevorsteht. Ohne die gemeinsamen Trainingseinheiten mit Peter wäre ich nie so ein starker Marathonläufer geworden. Mit seinem Trainingsfleiß und seinen unkonventionellen Trainingsmethoden ist er für mich ein Vorbild.

Mehr zu Peters tragischem Unfall steht auf seiner Internetseite

    
Es fühlte sich zäh an, doch am Ende stand eine Bestzeit: Zum Saisonauftakt beim Eisenberger Mühltallauf habe ich meine 15-Kilometer-Bestzeit auf 49:54 Minuten verbessert. Nach der langen Verletzungspause ein hervorragender Einstand, auf dem sich aufbauen lässt. Weiterlesen

Die lange Funkstille auf meiner Seite hat einen Grund: meinen Berufseinstieg. Seit November arbeite ich als Redakteur bei einem der größten deutschen Unternehmen – in Stuttgart. Dort wohne ich jetzt auch, die Wochenenden verbringe ich allerdings weiterhin in Jena. Mein Training habe ich in den ersten Wochen umgestellt, um es mit meiner 40-Stunden-Woche in Einklang zu bringen. Ich laufe nun einmal täglich – und zwar vor der Arbeit, auf nüchternen Magen. Trainingsbeginn: 5:20 Uhr. Weiterlesen

Mit dem Berlin-Marathon ist für mich die Laufsaison 2010 abgeschlossen. In der Ruhephase werde ich die erfolgreiche Saison gründlich auswerten, um Stärken und Schwächen zu finden und das Training für 2011 planen zu können. Derzeit analysiere ich das Marathonrennen von Berlin und die Vorbereitung darauf. Grundlage dafür ist mein Protokoll des 12-wöchigen Marathontrainings, das ich hier wieder gerne veröffentliche. Weiterlesen

Der Berlin-Marathon liegt drei Tage zurück, meine Beine schmerzen noch immer. Mit 2:26:03 Stunden habe ich eine tolle neue Bestzeit aufgestellt. Auch wenn ich die Zeit unter 2:25 nicht geschafft habe: es war ein hervorragendes Rennen, mit dem ich hochzufrieden bin.

Am Vortag und am Morgen des Marathons regnete es unaufhörlich, doch das war mir egal. Kühlender Regen war mir lieber als glühende Hitze. Die Temperaturen waren mit 11°C hervorragend für einen guten Marathon und somit gab es auch keinen Grund, zu fluchen oder zu frieren. Wie schon im Vorjahr war die Stunde vor dem Start stressig. Es war anstrengend, sich durch die Massen von Sportlern am Platz der Republik und in der Nähe der Startblöcke zu zwängen. Eine Sicherheitsnadel riss von der Startnummer, meinen Energieriegel ließ ich vor der Gepäckabgabe liegen. Als aber der Startplatz im Block A gesichert war, legte sich die Hektik und ich konnte mich die letzten 15 Minuten im Regen stehend noch etwas beruhigen. Weiterlesen

Noch sechs Tage sind es, bis ich beim Berlin-Marathon an der Startlinie – oder besser: 20 Meter dahinter – stehen werde. Dann wird sich zeigen, ob sich die guten Trainingsleistungen auch in eine schnelle Marathonzeit umsetzen lassen. Weiterlesen

Für meinen Sieg bei Rennsteiglauf-Marathon hatte mich die Thüringer Allgemeine als Kandidaten für die Wahl zu Thüringens Sportler des Monats Mai 2010 nominiert. Bei der anschließenden Online-Abstimmung wurden so viele Stimmen abgegeben wie nie zuvor. Am Ende ging ich mit einigen hundert Stimmen Vorsprung als neuer Sportler des Monats aus der Wahl hervor. Ich danke noch einmal allen, die für mich gestimmt haben.

Meine Siegtrophäe, ein 1 Kilogramm schwerer Goldhelm aus Schokolade, wurde mir vor knapp 10 Tagen im Rahmen des 4. Laufs unserer Halbstundenlaufserie im Arnstädter Jahn-Stadion überreicht. Gerne hätte ich allen aus der Thüringer Laufszene, die für mich gestimmt haben, einen Schokosplitter von meinem Helm abgegeben. Leider wäre dann für die meisten aber nur ein Krümel übriggeblieben. Außerdem hatte ich schon im Juni angekündigt, den Helm jemandem zu überreichen, der maßgeblich an meinem Sieg beim Rennsteiglauf beteiligt war. Natürlich haben viele Menschen einen Anteil: Meine Mutter begeisterte mich für den Laufsport, ein Freund hatte die Idee zu einem Schulprojekt, das mich zu regelmäßigem Training motivierte, mein Onkel Andreas brachte mich zum LSV Lok Arnstadt. Und meine Freundin schließlich hatte viel Verständnis für mein Hobby.

Doch für sportliche Höchstleistungen zählt letztendlich nur eins: jahrelanges intensives Training. Und dafür zeichnet sich seit nunmehr 9 Jahren mein Trainer Reingert Richter vom LSV Lok Arnstadt verantwortlich. Seit September 2001 trainiere ich bei ihm nach seinen Trainingsplänen. Seitdem habe ich über 30.000 Trainingskilometer absolviert, bin knapp 250 Rennen gelaufen und habe 17 Thüringer Meistertitel gewonnen. Das Training war oft sehr hart, der Trainer anspruchsvoll, doch ich habe mich selten beklagt und mich über viele Jahre kontinuierlich verbessert. Dass ich seit 2006 in meiner Leistung stagniere, liegt einzig daran, dass ich wegen meines Studiums die Trainingsvorgaben oft für Monate nicht einhalten konnte.

Nach meinem Sieg beim Rennsteiglauf kam der Beitrag meines Trainers in der Berichterstattung leider nicht zur Sprache. Dabei hat er mich zu einem potenziellen Rennsteiglauf-Sieger geformt. Ab 2006 hatte ich den Sieg in den Beinen, doch der Kopf spielte nicht mit. Ich blieb am Rennsteig stets unter meinen Möglichkeiten. Die mentale Blockade musste ich selbst lösen, und das gelang mir endlich in diesem Frühjahr.

Schon während der Abstimmung war mir klar, dass im Falle meines Sieges nur er den Helm bekommen könnte. Deshalb reichte ich den Goldhelm nach der offiziellen Übergabe samt einer meiner Rennsteiglauf-Medaillen direkt an meinen Trainer weiter. Danke, Reingert Richter!

Übergabe des Goldhelms an meinen Trainer Reingert Richter

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